… hm hm hm .. wahrscheinlich war meine gehässigkeit eurem wetter gegenüber ein vorbote der finsternis .. was soll ich euch sagen zu portweinkellern, porto, engen gassen und bilderbuchportugal .. nix was ihr nicht aus dem führer kennt .. besser aber nicht unseren .. er hat uns im stich gelassen ..
der markt in barcelinhos war der knaller .. gross, hektisch, frische ware überall, textilien, keramik, lebende hühner, kaninchen, “neue” dvds (äh momentmal, der kommt doch gerade erst bei uns in den kinos), uhren, schmuck, noch mehr textilien, nochmal ne handvoll küken und hühner, und frisches gemüse bis zum horizont .. die sonne scheint und wir lassen uns treiben … lassen uns weitertreiben und machen kleine beute .. gemüse satt, 3 filme (sehr zu empfehlen: will smith – iam legend, aber vorsicht wenn ihr schwache nerven habt – popcornkino und hollywood at its best) .. einen mandarinenbaum für mieze .. alles selbstverständlich zum schnäppchenpreis .. also endlich weiter nach porto .. endlich wieder ne große stadt erobern .. denkste ..
der einzige weit und breit stellplatz den unser führer kennt, findet sich am ufer der stadt .. also hin da .. denkste zwei .. mieze meistert die nun endgültig schmalen gassen, welche uns ans ufer führen sollen, wie schumi die schumikurve .. es wird uns bewusst, wie groß unser auto ist und wie klein die gassen portos, sobald du einmal falsch abbiegst .. das ganze selbstverfreilich steil bergab, somit heists durch da, den rückwärts den berg hoch ist ausgeschlossen .. durch miezes fähigkeiten den bus wie einen mini durch die strassen tanzen zu lassen erreichen wir das besagte ufer .. hier soll er sein, unser bewachter stellplatz, unser eiland im trubel der hauptstadt .. wir suchen, wir suchen und wir finden .. ticket ziehen, ab durch die schranke und genau überlegen wo wir uns plazieren .. was ich am konzentriert nachdenken nicht mag, ist unterbrochen zu werden .. schon gar nicht von einem zu freundlich grinsenden parkwächter .. hier nix parken vermittelt er mir in portugisiesch .. ich ihn mit dem führer bedrohend .. doch doch mein freund .. hier stehts nämlich und ausserdem sehe ich hier den ein oder anderen sprinter in unserer größe .. also wo ist dein problem .. er wieder nix parken in der mir sehr fremden sprache .. ich denke vielleicht meint er ja wir sind über 3.5 tonnen .. reibe ihm meinen deutschen fahrzeugschein unter die nase, deute mit 2 fingern auf den passus “3500 kg” .. hilft nix .. er will uns nicht .. am ende meiner geduld, bleibt nur eine möglichkeit .. runter hier .. wehe er will jetzt auch noch geld für das parkticket, dann muss ich ihn schon des prinzips wegen mit meiner axt massieren .. ich verdränge weitere gewaltfantasien und entdecke beim ausfahren ein schild .. hier darf jeder parken nur bitte keine “motorhomes / autocaravans” .. geistiger brechreiz überkommt mich .. kann ja wohl nicht war sein .. es gibt nur einen stellplatz in dem sch.. porto und da darf seit neuestem nicht mehr mit nem bus geparkt werden .. das ist faschismus ihr lieben .. ein paradebeispiel für faschismus .. .. hätte er wenigsten joghurtbecher ausgesperrt, aber uns ? mit unserem liebevoll handrestaurierten supermercedes .. direkt davor mieze in eine parklücke genötigt .. ersteinmal müssen wir einen kriegsrat einberufen .. der führer gibt nix mehr her .. verweist auf 3 campingplätze ausserhalb der stadt, einzige beschreibung sind gps koordinaten .. keine hilfe .. unser großer schlauer super adac campingführer kennt wiederum nur einen campingplatz .. beschreibung leider auch nich .. ausser, das er an der autobahn liegt .. .. geräuschvolle umgebung (spinnen die, so eine wortkotze zu verbreiten?) .. anfahrt schwer zu beschreiben .. irgendwie auch nicht ausgeschildert .. .. ok ihr lieben, soll ich mich hinwünschen .. ne jeannie aus der tasche zaubern oder einen meiner 2 verbliebenen wünsche bei der fee einlösen ? .. keine enterprise weit und breit, somit fällt auch hinbeamen aus ..
sieht nicht gut aus für uns .. in ganz port aus dem stehgreif kein platz für den dicken .. ihn irgendwo auf nem supermarkt zu parken oder ähnliches fällt aus .. der dicke wird entweder von uns oder von einem uniformierten bewacht .. hm … mir kommt noch kurz die idee, ihn einfach abschleppen zu lassen, und ihn einfach nach 3 tagen wieder abzuholen bei der polizei … sicher extrem teuer, aber dem ziel gerecht .. .. scheiss plan … scheiss port .. wir entscheiden uns abzuhauen .. gute entscheidung .. nach ca. 2 stunden porto merke ich, wie sehr die stadt meine energie geklaut hat .. ich bin fix und alle .. mieze auch .. klar hats genervt .. wir wollten uns ne schöne zeit da machen . porto ist der knaller .. alles was wir gesehen haben, war sensationell .. wie gerne wären wir durch die gassen geschlendert, hätten portweinkeller erobert und .. ach lassen wirs .. die wollen den dicken nich, dann wollen sie auch uns nich und auch nich unser geld .. welcome lissabon .. da isses bestimmt besser
) .. wetten die wollen uns und den bus ..
wir tingeln die strassen richtung peniche .. dies ist eine landzunge im osten portugals, ca. 80 km vor lissabon, direkt umschlossen vom meer .. selbstverständlich ein absolutes surf-mekka in europa .. wollt ich immer schon hin .. liegt auf dem weg und der ruf des meeres dröhnt laut in mir .. peniche wir kommen ..
vorher schlafen wir aber noch eine nacht in aveiro .. das venedig portugals . .hehe .. kleines feines fischerdorfstaedtchen mit kanaelen .. naja .. zum parken reichts und es stinkt nicht so wie in venedig (sagt man so) .. die nacht ruettelt und schuettelt uns der wind unaufhoerlich durch .. regen peitscht auf den dicken von allen seiten ein .. erholsamer schlaf fuehlt sich bestimmt anders an .. naja .. son alten seebaeren wie mich kanns nicht gross schrecken, aber mieze findets ganz ganz doof ..
am naechsten tag einfach weitermachen .. die sonne guckt auch schon wieder raus und somit ab nach peniche ..
DIE GESCHICHTE UEBER LOIK, WELCHEN WIR 2 MAL AM WEGESRAND TRAFEN ERZAEHLE ICH EUCH IN EINEM EIGENEN KAPITEL .. IHR KOENNT EUCH ABER GERNE AUF MIEZES BLOCK SCHONMAL EINLESEN ..
–> siehe in ihrem Blog “HELD 11.01.2008″ <–
… der einzige campingplatz in peniche .. top super nehmen wir .. für knappe schlappe fünf euro, mann maus und bus .. macht bis ende märz nur 150 euro im monat .. dafür seid ihr am meer, habt toiletten, duschen, wasser .. strom gibts glaube ich für 1,60 pro tag pauschal .. .. warum frieren .. denken sich auch die engländer und niederländer und portugiesen um uns herum .. ach und ein deutsches hundertausendeurosupermobiljoghurtbecher pärchen .. quatschen wir nicht über die beiden .. steinalt aber ein tarnfarbenes quad (neumodisches vierradmotorrad zum durch die natur bügeln) auf nem hänger am arsch ihres neun meter joghurtbecherpalastes ….
naja .. formalitäten klären und ab zum supermarkt .. die üblichen köstlichkeiten und – bereits dunkel – zurück zum campingplatz .. endlich wieder mal wäschewaschen und infrastruktur geniesen .. uns werden 2 plätze zugewiesen .. wir nehmen beide in augenschein und entscheiden uns für den zuerst gesehenen .. gut wahl … bis ich dachte, das kannst noch viel besser auswählen .. da ein stück reingefahren und dann lockt ne hecke links – gut gegen den seewind, man ist weg von den anderen spinnern und hat seine ruhe .. na klar schön gedacht, nur lag mein wahl direkt in einem treibsandgebiet .. ich wurde gewarnt .. fahren sie nicht in den sand .. ich wurde nochmals gewarnt: fahren sie nicht in den sand .. nö klar, alles kein problem .. wo will ich hin .. mitten rein .. .. mieze findet meine plan scheisse .. ich nich … iss ja dunkel, und sieht auch nich so wild aus .. ist doch auch grün bewachsen und irgendwie so gar nicht nach treibsand .. .. mieze fährt rein .. und der dicke versinkt .. noch einmal energisch aufs gas und feierabend .. .. na super .. abgesehen von dem vielen kleinen sand unter mir, zieht eine sehr große gewitterwolken über mir auf .. hm .. nich so gut ..
schaufel noch im dunkel ein wenig die reifen frei, während mieze kocht .. gebe dem dicken noch einen versuch .. versinke weiter und lasse den tag damit enden . ..
…. neuer tag, gleiche schaufel (danke mick fuer den klappspaten, ist ne hilfe) .. .. ersteinmal tief in mich gehen .. kaffee in die hand und auf das maleur starren, waehrend ich meine ohren mit marzialischer havymetalmusik verwoehne .. .. .. alle sahara tips im geiste aufrufen .. meine phyiklehrer im geiste dozieren hören .. was sagten sie noch über trägheit, sand, gewicht, auflagefläche .. hm .. ok .. ich schnappe mir die schaufel im herrlichsten morgensonnenschein und lege los .. lege die reifen frei und schaufel richtung china .. richard, ein alter sehr angenehmer engländer sagt, die haben einen traktor .. die können mir bestimmt helfen .. na gut sage ich .. danke richie .. ich werds einmal versuchen, und wenn nich, dann darf der traktor ran .. scheisse .. ich mache einen meter vor .. 2 zurück .. keinen vor und der dicke hängt noch tiefer im sand .. ok traktor, du bist am zug ..
stehe reuigen blickes an der rezeption .. äh hm öh .. sie sagten ja gestern, ich soll nicht in den sand fahren .. nun stehe ich tief drin, sehr tief .. tja, da kann ich ihnen nicht helfen .. kurzes schlucken … äh .. gibts nich nen traktor .. hm .. sie spricht mit dem alten grummeligen portugiesen von der parkwache .. sie sprechen die mir sehr fremde sprache .. und ja: begeisterung sieht anders aus! .. na gut .. er wird mir helfen .. .. er deutet mir vorbeizukommen .. ich laufe zurück und bereite mieze mental auf die rettunsaktion vor .. alles festschnallen jetzt wirds ruppig .. ich höre ein knattern und sehe mich schon in freiheit sandburgen bauen .. es kommt ein traktor .. ein schöner alter fend .. leider nur ist der kleine deutsche freund, ich sage bewusst “kleiner freund” 3 mal so klein wie unser dicker .. oh mein gott .. das gibt nen riesenberg arbeit .. ich schaufel noch schneller .. schnell bevor er kommt und aktionismus den dicken entgültig in sand hüllt … .. ok erster versuch, richtung dem sanften hügel – das baby nach vorne rausziehen .. ich gebe mit gas und er gibt alles .. toller versuch .. nach zwei metern ist der dicke hinten entgültig versunken .. die stossstange ist auf höhe des sandes .. die achse voll eingegraben .. weiterschaufeln
…. der portugiese sieht den haufen scheissarbeit inzwischen auch kommen, ich kanns spüren .. ich mache ihm sehr sehr deutlich, das wir erst nach hinten müssen, da meine achse zum anker geworden ist .. er versteht nicht, er versteht, er versteht nicht .. egal .. ich schaufel die achse frei, erstes stöhnen begleitet mein unter dem auto kriechen und dabei schaufeln .. .. anschliessend nochmal die reifen freischaufeln .. ok .. wir haben einem meter gewonnen .. .dreh deinen traktor um und stoss mich mit deiner nase nach hinten, ich muss meine achse freibekommen, dann gehts wieder nach vorne .. er hat lustigerweise angst, den dicken an der nase zu stupsen .. ich mach ihm klar, das das ein mercedes bus ist .. da kannste rufhauen .. findet der gut .. keine sorge mein bester, allet schick .. mach einfach .. er schiebt mich nase an nase zurück .. klappt prima .. für einen meter .. heist wieder freischaufeln .. inzwischen habe ich einen monsterkrater erschaffen .. der dicke immer tiefer drin und es steht schlecht um die stimmung von unserem einzigen retter .. .. also gut mein lieber .. ich schaufel noch kurz ne viertelstunde oder so, und dann rummsdiwummsdi vollgas nach vorne und ab in die freiheit ..
die ersten schaulustigen treffen ein .. endlich was los, wa? .. haben sie euch allen auch gesagt ihr sollt nicht in den sand fahren, genau das haben sie gemeint: fahrt nicht in den sand .. genau in den hier, der in dem unser schlachtschiff gestrandet ist .. ich denke plötzlich an wale, die am strand stranden und im sand verenden .. fehlgeleitet von irgendwelchen komischen sonar, echolot oder blödgeräuschen .. raus mit dem walbild .. ich denke an rocky und wie er baumstämme durch meterhohen schnee trägt … hilft auch nicht, also weiterschaufeln …
ok .. nächster versuch .. .. denke an forrest gump .. lauf forrest lauf .. los lauf schon .. es reisst am seil es rumpelt … der dicke macht walgeräusche und schiebt sich gezogen, träge durch den sand .. top .. allet super . plan läuft – dicker rollt … wir rollen .. kanns kaum glauben .. wir sind verflixt nah dran wieder voll stecken zu bleiben, aber er läuft .. noch .. mein spanischer held auf seinem deutschen fend-ross nimmt den direkten weg raus .. grundsätzlich gute wahl, aber wie soll ich mit vier metern radstand bitte eine neunziggrad kurve beschreiben .. zu spät .. diesesmal sitzen wir richtig fest .. die hinterachse ist verschwunden, ebenso meine 4 hinterreifen .. das ganze noch nach rechts hängend .. ich bin kurz davor, superman anzurufen, ihm sagen er soll mit lichtgeschwindigkeit um die erde fliegen und die zeit bis zum gestrigen supermarkt zurückdrehen .. ich erwache aus meine tagtraum und suche schnaufend die schaufel .. jetzt gehts ab nach china .. einfach schaufeln, bis es nach glasnudeln in sojasosse riecht .. .. er holt schaufeln von seinem anhänger .. weitere portugiesen treffen ein .. einer sieht verdammt offiziell aus .. ich mache kleine scherze mit den engländern (was denkt ihr, wieviel bier werde ich brauchen, um die ruhig zu stimmen) .. das gelände verwandelt sich in die normandie .. diesmal warens aber die deutschen und nicht die amerikaner .. die nächste halbe stunde erinner ich nur schaufeln .. mir wird klar, das die jungs bald keine bock mehr haben .. sie drängen auf einen weiteren versuch … ich mache allen beteiligten klar, das ich nix mache, bevor ich nicht meine hinterachse freigeschaufelt habe .. eher lass ich den bus hier stehen und hol nen kran .. die achse steht hier nicht zur disskussion .. ich verwandel meine körper in eine flunder und schaufel unter dem auto weiter die achse frei .. währenddessen werden unter den engländern schauffeln gereicht .. ich bin ergriffen von ihrer selbstlosigkeit und ernüchtert, das alle portugiesen einen anderen plan haben als zu schaufeln .. .. vor zurück vor oder vielleicht zurück .. ich merke, sie hatten genug freiraum und kein talent fuer koordieniertes handeln .. .. alles hört jetzt wieder auf mein kommando !! .. erst machen wir das nase-nase spiel und traktor schiebt mich bitte nochmal nen meter oder zwei nach hinten in die sahara, dann schaufel ich wieder sand unter die hinterräder und dann jungs, erst dann machen wir nen zweiten versuch nach vorne mit vollgas ..
…. wieder der einwand, der eskimokuss könnte dem dicken was anhaben .. ich benutze die worte “nemas problemas” und “mercedes benz” .. klopfe dem dicken vertrauensvoll auf die schnauze und traktormann weis eh schon bescheid .. natürlich klappts .. bisschen styrophor dazwischen und bitte jetzt küssen wie die eskimos .. der dicke schiebt sich nach hinten .. einen vielleicht noch nen halben meter .. und wir stecken wieder fest .. ist aber super, den ich kann plötzlich meine hinterachse wieder sehen .. so solls sein .. so, nun nochmal schön schaufeln .. das ende meiner kräfte ist erreicht, deshalb weiterschaufeln .. nächster versuch .. der dicke brummelt wiederwillig .. na komm schon, noch ein paar meter, und willy is free (free willy ist ein hollywood film, in dem ein kleiner junge einen orkawal ins meer zurückrettet) .. der dicke schiebt und ich sehe das ende kommen .. das ende des eisenritters vor mir .. er gräbt sich mit seinen traktorreifen so tief in den boden, das ich kurz angst habe es macht plopp und der traktor fällt einfach nach hinten um ..
ratet an welchem punkt wir jetzt sind: richtig .. der dicke steckt kurz vorm ziel wieder richtig schön fett im sand .. ich .. ich weis nich was ich dachte … ich hatte gewaltfantasien gegenüber sand .. bin nicht weit gekommen, weil was kannste sand schon böses tun .. glas drausmachen ? in in ne sanduhr sperren, damit er den rest seines lebens von oben nach unten rieseln muss, wannimmer ich es will – ich als herr über den sand? .. wir schweifen ab …
.. . mein portugiesischer eisenritter fährt einfach davon .. er winkt zum abschied – ich winke zum abschied .. auf halber hoehe, meine arme sind taub .. .. keine ahnung ob er wieder kommt .. die truppe schaufelt mehr oder weniger mit .. die anderen portugiesen scheinen verschwunden .. egal .. es gibt nur ein ziel: den dicken ausschaufeln und zwar jetzt .. richard sagt sehr englisch treffend: its just a matter of time .. oh ja, es ist nur eine frage der zeit … .. die frage für mich, wieviel zeit habe ich noch bevor mich eine portugiesische sand-eingreiftruppe verscharrt .. der platz sieht aus – albtraum .. wenn ihr die fotos seht, die realität war hundertmal schlimmer …
schaufeln, schaufeln schaufeln .. sieht gut aus .. wären bereit für einen weiteren versuch .. und der eisenritter erscheint am horizont .. bewaffnet mit den schönsten blechen im ganzen königreich .. ich freue mich, oh ja, ich freue mich .. der dicke kommt wieder frei, gleich gehts los gleich gehts los …
bleche drunter, nochmal zur sicherheit die achse ein wenig freilegen .. langes seil spannen, dann kann der traktor auf festerem grund mehr grip bekommen .. okeydokey .. los gehts … freiheit dem bus .. ruckelzuckel schieben ächzen .. er schiebt sich weiter .. er wird gezogen .. jetzt nichts falsch machen .. blos nicht zuviel gas .. blos nicht zuwenig .. wehe der traktor bleibt nich auf kurs .. arsch auf knapp .. ich sehe uns schon wieder in einem treibsandloch stecken .. komm schon baby .. nich mehr weit .. riechst du die freiheit mein lieber bus .. da dort .. ja los .. einen meter noch .. ich trete aufs gas und schiesse aus dem sand wie einst phönix aus der asche .. wir sind frei ..
die ganze aktion hat alles in allem drei stunden gedauert .. davon zwei mit hilfe des eisenritters .. angesichts der kraterlandschaft und dem böse guckenden portugiesen denke ich an geld .. was sonst ausser geld kann ich ihm anbieten .. ein bier wirds hier nicht tun .. .. ich entscheide mich ihm fünfundreissig euro zu geben (wofür mich mieze den ganzen tag am liebsten im sand verbuddeln würde) .. … er versteht meine geste und sein blick ist das erste mal nicht von zorn geprägt .. ich verneige mich in tiefster erfurcht und mach mir ein bier auf .. trinke zwei, drei grosse schlucke und bin fix und alle .. laufe in der kraterlandschaft herum und versuche meine gedanken wie sandkörner zusammen zusammeln .. meine energie hat sich mit tausend millionen winziger sandkörnern verstreut ..
ich denke an sehr viel schnee ..
verbringe den rest des tages mit spülen, wäschewaschen, sonnen, kraterlandschaft bestaunen, adriano chelentano im ohr (kann ich ebenfalls sehr empfehlen – vor allem die alten aufnahmen) … und muskelkater ..
Januar 15, 2008 um 12:39 nachmittags |
Hi Pierre…
Ich muss zugeben, dass ich ein HEIMLICHLESER bin.
Aber heute muss ich ja mal deine Schreibkraft bewundern, mit der Du hier diesen Blog betreibst
Habe sehr viel gelacht und war in Gedanken bei Dir
Es soll ja auch helfen, die Luft bei den Reifen auf 1,5 Bar zu senken, um mehr Auflagefläche zu haben.
Dabei fällt mir gerade auf, dass dein Bus vermutlich keine Luft unterstützte Bremse hast, aber vielleicht hast Du ja nen kleinen Kompressor dabei um die Reifen wieder zu füllen
Zu der Parkplatzsituation
Bisher habe ich mit meinem ” Dicken ” immer im Hafenbereich stehen können.( JA der abgesperrte Bereich eben
Nur Mut, nen Schlüssel zum Tor ist eh nie da
So denn……..Gruß aus dem noch sonnigen Berlin
Januar 15, 2008 um 4:14 nachmittags |
das hast du schön beschrieben, Respekt, ich war ganz dabei, wie im Film, sehr gut, der Anlass fürs Schreiben war weniger gut, aber kann man noch seinen Enkeln erzählen, ne? Falls man welche hat.
Ich war zwar schon in einer Wüste, aber nie im Sand, und wenns nicht ganz fest aussah, bin ich erstmal zu Fuß voran gelaufen, trotzdem saß ich mal fest, aber nie so wie ihr da in Protugal, wos ja eigentlich gar keine Wüste gibt….
Januar 16, 2008 um 8:33 vormittags |
Hallo ihr beiden,
uns ging es 2002 nicht anders in Porto.
Erst ewig einen Parkplatz gesucht, dann
20 min einen Kerl auf dem Hals, der irgendetwas
von uns wollte und dann die ganze Zeit
Dauerregen. Nach kurzem Aufenthalt im
Cafe sind wir weiter nach Lissabon.
Gruß
Robert
Januar 18, 2008 um 4:23 nachmittags |
Hi Ihr Zwei,
dass war das echte Abenteuer, hough (Schreibt man das so)
Es geht mir wie Jürgen, hab`s praktisch gefühlt, wie die Arme länger werden.
Was soll man sonst dazu sagen? – Wieder was gelernt – Hoffentlich ging nichts kaputt, dann wäre es kein Spaß mehr.
Aber ich hab auch schon mal stundenlang gebuddelt
Es gibt einen neuen Vermieter (Ziegler hat alles gekauft)
Treffen uns heute Abend zum Kriegsrat…
…ich
Januar 18, 2008 um 4:52 nachmittags |
.. ach ja ihr lieben .. darum fahrt man ja los .. sonst waers ja auch oede .. immer nur sonne, leckeres essen, nix machen .. nich frieren .. keine nachbarn .. naja . was man halt so macht wenn man nix macht ..
ups .. sollte auf eure neidkurve achten .. ach scheiss drauf .. haben ne neue weinsorte erobert und koennen sogar leckersten fisch in portugiesisch bestellen .. hm ..
das mit dem reifendruck ist schon war, hab ich auch sofort dran gedacht, nur war meine theorie, das das wenn du bereits feststeckst keinen sinn mehr macht, oder ? .. da wir ja alle zwillinge haben, wuerde der nachlassende reifendruck doch den sand dazwischen pressen ? .. wisst ihr was ick meine .. wuerde es aber auch mit 1,0 bar versuchen .. kleiner luftkompressor ist an bord .. beim naechsten mal dann (dass es nicht geben wird – mache es wie zurken . laufe dann einfach mal vor .. mit nem seil um den bauch und das andere ende am dicken ;o)
gruesse euch alle ganz dolle aus lissabon .. bericht folgt .. nur soviel vorab:
geiler gehts kaum und wetter haut voll mit sonne rein ;o) .. ups neidkurve voraus
Januar 21, 2008 um 6:42 nachmittags |
“laufe dann einfach mal vor .. mit nem seil um den bauch und das andere ende am dicken..”
hähä…. ups, du meinst ja den Bus, achso.
mit den Zwillingsreifen soll das nicht so gut gehen mit dem Luftablassen, hab ich mal gelesen, deshalb haben die Wüstenfahrer alle nur vereinzelte Reifen hinten, oder wie sagt man? Ich mein, dann stoßen die doch zusammen unten, wenn die platt werden, oder?
der Rene aus B. ist bestimmt von mir zu dir gekommen, stimmts Rene? Der Rene hat nen Dicken und ne Kleine